09. November 2010

Maroni im Backofen rösten .:. mit Rezept .:.

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Es ist Maroniwetter. Draussen ist es jetzt richtig kalt. Wer die Hände nicht wärmend in die Manteltaschen steckt, hat bald kalte Fingerspitzen. Dagegen hilft eine Portion «Heissi Maroni»! Bei mir verschwinden sie immer ganz rasch in der Manteltasche und wärmen so die Hände und den Magen.28_marroni_002

Meine Grossmutter stammte aus dem Puschlav. Sie belieferte uns fast jeden Herbst mit frischen Edelkastanien. Damals wohnten wir noch im kleinen Reihenhaus mit eigenem Kachelofen. So rösteten wir Grossmutters Maroni jeweils im «Oferöhrli». Seit über 20 Jahren habe ich keine selber gerösteten Maronis mehr gegessen. Meine Schwester rief die Erinnerungen vor einigen Wochen wieder wach, als ihre Tochter von einem Ausflug rohe Edelkastanien nach Hause brachte und sie diese erfolgreich im Backofen rösteten. Sensibilisiert auf dieses Thema, hörte ich mich in letzter Zeit überall um, wer wie Marronis röstet. Und wie so oft, stellte sich heraus, dass das Mischen unterschiedlicher Techniken manchmal ganz schön erfolgreich sein kann.

Von meiner Cousine ist der Trick, die Maronis vor dem Einschneiden
1 Stunde in kaltem Wasser einzulegen.
Von meiner Grossmutter wende ich den Trick an, die Maronis für die letzten 10 Minuten im Backofen mit einem tropfnassen Tuch zu bedecken.
Und von meiner Schwester übernehme ich die Idee, während der gesammten Garzeit im Backofen einen Becher voll Wasser aufs Blech zu stellen.

Das Resultat sind perfekte Maronis. Wahnsinn!

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Zutaten:
frische Maronis (Edelkastanien)

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Zubereitung:
1. Kastanien 1 Stunde in kaltem Wasser einlegen.

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2. Backofen auf der höchtsmöglichen Hitze vorheizen.
Ich habe den Ofen auf  270°C (Ober- und Unterhitze) geheizt.

3. Maronis an der bauchigen Seite quer mit einem sehr scharfen Messer einschneiden.
Dafür verwendete ich das gute alte Sackmesser.

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4. Auf ein Blech eine Tasse Wasser stellen, die Maronis mit dem Schnitt nach oben auf das Blech legen und sofort in die Mitte des Backofens schieben.

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5. Nach 20 Minuten einen tropfnassen Lappen über die Maronis legen.

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6. Die Maronis weitere 10–15 Minuten garen (Achtung! Aufpassen, dass der Lappen nicht brennt.)

7. Das Blech aus dem Ofen nehmen, den Lappen (Achtung heiss) nochmals tropfnass machen und 2–3 Minuten auf die heissen Maronis legen.

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8. Nun steht dem Genuss nichts mehr im Weg.

>Rezept als PDF downloaden

Und ich versichere, bei mir war jede Maroni ganz leicht aus der Schale zu lösen.

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Das ist kein Bluff…

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Stilecht, mit selbstgemachten Papiertüten, ist der Genuss vielfach grösser. Auch aus Zeitungspapier sind rasch Tüten gedreht. Kinder können Sie wunderschön verzieren, so wie das meine Nichten gemacht haben.


Foto by F. Lorenzetti, Paris



47 Antworten auf “Maroni im Backofen rösten .:. mit Rezept .:.”

  1. der Muger sagt:

    Hej - hab es ausprobiert; funktioniert tatsächlich! :-)

  2. Marronisammler sagt:

    Hallo
    Das beste Rezept für Marroni!!
    Hat SUPER funktioniert. Danke

  3. patrick sagt:

    vielen dank für das rezept! selbstgemacht und wenn die maroni nicht 20.- das kilo kosten schmecken sie noch viiiiel besser :D

  4. Roger sagt:

    Hab das erste Mal Maroni selbst gemacht,
    die Anleitung ist der Hammer, das Ergebnis war super !!!

  5. marroniliebhaber sagt:

    kann man das auch mit schon gekochten,ein paar tage alten maroni machen?

  6. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Lieber Marroniliebhaber, weshalb willst Du schon gekochte Maronis nochmals garen? Nein, natürlich geht das nicht und macht für mich auch keinen Sinn.

  7. blueangel73 sagt:

    super rezept… mmm leckere marronis zu hause ganz einfach.. ;-)))

  8. Schlumpfinchen sagt:

    Hat Super funktioniert! So macht maroniessen spass

  9. Kaspar sagt:

    Viel einfacher als es auf den ersten Blick scheint und das Resultat überzeugt! Die Feuchtigkeit bring’s. Vielen Dank. Aber wo kriegt man gute Edelkastanien, wo so viele faul sind? Woran erkennt man die guten Früchte?

  10. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Hallo Kaspar. Auf den Wochenmärkten, oder direkt beim Maroni-Verkäufer am Stand. Meine Grossmutter brachte sie jeweils aus dem Puschlav mit — ab und an auch mit Würmern drin …

  11. Manuela sagt:

    Einfach genial!
    Besten Dank, die kommen sogar an diese meinerNonna auf dem offenen Feuer heran

  12. Lisa sagt:

    suuuper Rezept! geniesse gerade die fertigen Maroni…habe sie noch nie selber so gut hinbekommen und werde es ab jetzt nur noch so machen ;) Vielen Dank!

  13. Thias sagt:

    Ich liebe heisse Maroni - und selten leiste ich mir auch den Luxus, solche am Stand zu kaufen… Da 100 gr. mittlerweilen schon über Fr. 5.80 kosten, bleibt es im Winter leider nur bei “selten”.
    Dass man auch zu Hause Maronis backen kann wusste ich. Selber habe ich mich noch nicht daran gewagt und was man zu beusch kriegt, na ja… Mich haben diese bisher noch nie wirklich befriedigt. Entweder waren sie sautrocken oder schlicht nicht aus der Schale zu pellen! Dieses Rezept klingt verlockend - und all die positiven Kommentare schreien geradezu danach, es auszuprobieren!
    Frage noch zum Backofen: Umluft oder Unter- und Oberhitze?

  14. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Hallo Thias
    Ober- und Unterhitze. Umluft würde sie nur austrocknen.
    Viel Spass beim Ausprobieren. Letizia

  15. Patrick Lenhart sagt:

    Ich habe gerade das “Rezept” ausprobiert und bin richtig begeistert, ich habe alles genau so gemacht wie beschrieben, die Marroni aber nach dem einschneiden nur eine halbe Stunde ins Wasser gelegt. zuerst habe ich alles bei 270 Grad mit einem Glas wasser “geröstet” aber um das tropfnase Tuch darüber zu tun habe ich auf 180 ghrad heruntergeregelt und das ganze einfach ein paar minuten länger drin gelassen, die Marroni sind fantastisch geworden ! Vielen Dank

  16. Tom Sebe sagt:

    Die Marroni feucht zu halten ist der Trick. Es geht aber auch einfacher und weniger aufwendig als 1h einzuweichen und Tuch in Backofen. Einfach zwei, drei Mal ein bisschen Wasser drauf tropfen lassen. Ich ziehe dazu einfach das Blech raus, befeuchte die Hand und lass das Wasser auf die Marroni tropfen.

  17. Jackmäni sagt:

    Juuuuuuppppiiiiiiii!
    Super Rezept!

  18. Valee sagt:

    Tolles rezept!

  19. Tino sagt:

    Genial - und besonders gut schmeckten sie, weil wir alle im Tessin selbst gesucht haben (im Malcantone), aber nicht alle vor Ort über dem Feuer in einer speziellen Marronipfanne bräteln konnten (auch dann lege ich ein feuchtes Tuch in die Pfanne, die ich jeweils mit einem Deckel zudecke) - also haben wir den Rest der bereits eingeschnittenen Kastanien EINGEFROREN, dann erst langsam aufgetaut und den Rest wie angegeben gemacht. Super Ergebnis, danke für den tollen Tipp!

  20. KURT BAER sagt:

    Hallo zäme

    Ich bin der Meinung, dass das “Einlegen” ins Wasser überflüssig wird, wenn man alle 10 Minuten mit einem Wasser-Sprayer die Maronis besprüht! Bei jedem Sprayen sieht man, wie sich die Maroni öffnen.
    Am Schluss nochmals tüchtig mit Wasser ein sprayen und in Zeitungspapier oder in ein G’schwelltenkörbli einfüllen und nochmals 10 (lange) Minuten warten! Lohnt sich!!!
    En Guete

  21. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Hast Du meine Version mal ausprobiert? Da brauchst Du keinen Wasser-Sprayer und musst nicht dabei sein. UND, sie werden definitiv nicht trocken. Ich gesteh dir ganz ehrlich. Isch schwör auf meine Version. Herzlichen Gruss. Letizia

  22. Bäbsu sagt:

    So chöme d’marroni würklech mega guet!!!

  23. Sunflower sagt:

    Hallo letizias-gaumenfreuden, habe gerade im Internet nach einem Rezept zum Marroni rösten gesucht, dein Rezept tönt super. Jetzt habe ich noch eine Frage, du schreibst auf der höchsten Stufe vorheizen……und nachher auf eine tiefere Stufe? Dann habe ich noch etwas Angst, wegen des Tropfnassen tuches, das es anfängt zu brennen. Was für ein Tuch nehme ich da? oder gibt es auch eine alternative?
    lg sunflower, danke für die Antwort

  24. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Ich kann mir vorstellen, dass dich davor ängstigst, dass das nasse Tuch im Ofen verbrennt, tat es mich erst auch. Es muss selbstverständlich ein Stoff aus Baumwolle sein. Kein Mikrofasertuch oder so was. Und wenn das tropfnass auf die Marronis gelegt wird, passiert auch nichts. Alternativ könntest Du mit einem Wassersprayer alle paar Minuten in den Ofen sprühen, so wie Kurt Baer das drei Kommentare über deinem empfiehlt. Gruss. Letizia

  25. rene sagt:

    es gibt noch den trick die frischen kastanien ins wasser zu legen und die die aufsteigen wegtun weil die wurmstichig sind(luft drin)
    die tessiner tun sie für neun tage ins wasser und wechseln das wasser jeden tag ( heisst novena oder so ähnlich)
    zum konservieren bevor sie getrocknet werden

  26. Cathy sagt:

    Ciao Letizia
    Zum Glück hatten wir ein gutes Händchen mit der Wahl der Marroni Sorte, ohne Würmer et cetera pepe…:)
    Wir möchten uns ganz herzlich für Dein Familienrezept bedanken. Wir haben alles genau befolgt und unsere Marronis sind unglaublich sensationel gut geworden…mmhhhhh!
    Ehrlich gesagt, besser als beim “Marronimännli” in der Stadt.
    Wir freuen uns noch weitere Rezepte von Dir auszuprobieren :))
    Viele Grüsse und einen schönen Sonntagabend

  27. Stephan sagt:

    Ich habe die Maronen,da sie etwas kleiner waren,nach etwa 15 Min. bei 270 Grad mit einem nassen Tuch abgedeckt und nach weiteren 5 Min.den Backofen ausgeschaltet. Die Maronen nach weiteren 5 Min.aus dem Ofen genommen und das Tuch nochmals nass gemacht und 3-4 Min. über die Maronen auf das noch heiße Backblech gelegt. Sagenhaftes Ergebniss.

  28. Luna sagt:

    Hallo,
    danke für das super Rezept. Ich und meine Mutter geniessen grade die Maronen.

  29. P sagt:

    kann ich die Marronis auch in Steamer zubereiten?

  30. Urs Muff sagt:

    Hallo Letizia
    Wir gratulieren Dir, resp. Deiner Grossmutter und der ganzen Verwandtschaft! Das Rezept ist TOP und unsere Maronis werden endlich “mühelos” essbar. Vielen Dank Urs und Anna

  31. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Oh wie toll. Freu mich grad sehr! Dankeschön.

  32. Tina sagt:

    Bin gerade am maroni einweichen und freue mich wenn sie fertig sind :D
    Bin nur noch etwas unsicher betreffend der tasse…. Geht die nicht kaputt bei so ner hohen temperatur?

    Liebe grüsse

  33. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Hallo Tina
    Deine Bedenken sind schon berechtigt, ich hoffe es hat geklappt.
    Nimm eine die feuerfest ist bzw. vielleicht ein kleines Tarte- oder Puddingförmchen, das geeignet ist für den Backofen. Gruss Letizia

  34. Riwana sagt:

    Superfeine Marroni! Aber ich konnte viele nicht problemlos aus der Schale schälen-was habe ich falsch gemacht?
    Grüessli Riwana

  35. Jacqueline sagt:

    Hallo Letizia! Dein Rezept klingt super und das Feedback spricht für sich. Ich habe einen Gasofen. geht es mit diesem auch und muss ich etwas speziell einstellen?
    Liebe Grüsse Jacqueline

  36. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Das Rezept IST suuper hihihi :-) Gerade am letzten Sonntag wieder einmal gemacht. Einfach grossartig.
    Die Marronis die du im Rezept siehst kamen auch aus einem Gasbackofen. No Problem und nix Spezielles einstellen. Pass mir einfach auf mit dem Lappen ! Nich dass der Feuer fängt oder so. Der darf auf keinen Fall aus Syntehetik sein und nimm nicht den schönsten, für den Fall dass er etwas braun wird.
    Viel Spass und guten Genuss. Letizia

  37. Heinz Schneller sagt:

    Hallo Letizia
    Ganau wie es meine Mutter vor 60 Jahren wohl gemacht hat! Nun bin ich im höheren Alter wieder auf dem neuesten Stand des Maroni-Bratens! Hat wunderbar funktioniert.
    Besten Dank und herzliche Grüsse
    Heinz

  38. Karl sagt:

    Endlich, mußte 65 Jahre alt werden um das richtige Rezept zu bekommen.
    Danke, Danke!!

  39. Brigitta sagt:

    Hallo Letizia
    Fast ebenso wie Karl geht es mir, (nur 61Jahre) ein absolutes Spitzenrezept. danke der Verfasserin des Rezeptes, der Schwester, der Grossmutter und allen Marronianbauern
    Eine Flasche feinen italienischen Wein dazu und fertig ist das beste Essen.

  40. letizias-gaumenfreuden sagt:

    super, ach das freut mich. Wo kommt ihr auch alle her, auf einmal ?

  41. BALZ sagt:

    Hallo Letizia
    Funktioniert das Rezept auch in einem Gasbackofen oder in einem Salamander?
    lg.

  42. letizias-gaumenfreuden sagt:

    Die in diesem Blog gezeigten Maronis kommen aus einem Gasbackofen. Ja, das funktioniert in Gas- und oder Elektro-Ofen und sogar im Kachelofen-Röhrli. Ob das auch in einem Salamander funktioniert weiss ich nicht. Probiers doch aus.

  43. thomas sagt:

    macht es einen unterschied, ob ich die maronnis vor oder nach dem einweichen einschneide?
    müssen die maronnis frisch sein, oder können die auch einige zeit gelagert werden?
    grussTM

  44. pickel face sagt:

    EINFACH GEIL

  45. sandra sagt:

    Heute sagte mein Mann zu mir ich soll ihm Marronis vom MarroniMann mitbringen leider war grad keiner in der nähe. da habe ich gedacht ich bereite die marronis selber zu und habe sie im coop gekauft sehr viele für wenig geld:-) bin dann zum glück auf dein rezept gestossen und bin sehr zu frieden :-) und sogar mein Mann der mit so selbstgemachten sachen kritisch ist, möchte gern morgen wieder das ich ihm es säckli marroni mache hehe :-) daaaaanke

  46. Thora sagt:

    Danke ganz herzlich - die Marroni sind spitze geworden!
    auch wir werden wie Sandra sagt, unsere Marroni nach Ihrem Rezept zubereiten.
    Liebe Grüsse
    Familie Röthlisberger

  47. Marc sagt:

    Super Anleitung, funktioniert tiptop und die Marroni lösen sich super aus der Schale. Danke.

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